"Schwarzes Schwein" in Kagoshima

Entdecke die regionale Spezialität bei Ichiniisan

Maren Pauli   - 3 min read

Die meisten Regionen in Japan haben ihre eigene kulinarische Spezialität, und auch Kagoshima ist hier keine Ausnahme. Sobald man in der Stadt ankommt oder in einem Reiseführer liest, begegnet man dem Begriff kurobuta, was "schwarzes Schwein" bedeutet. Aber was genau ist das? Wie schmeckt es? Mit diesen Fragen ging ich los und fand meine Antworten bei Ichiniisan.

Direkt am Eingang des Restaurants in Tenmonkan steht ein großer Kühlschrank mit Glastür, hinter der man zahlreiche Teller mit dünn geschnittenem Schweinefleisch stehen sieht. Natürlich ist das Fleisch nicht schwarz, sondern hat die typisch blass-pinke Färbung von gewöhnlichem Schweinefleisch. Warum also kurobuta? Als ich das erste Mal von "schwarzem Schwein" gehört hatte, dachte ich an Schweinefleisch in dunkler Soße. Aber die Antwort ist eine andere: kurobuta sind Schweine mit schwarzer Haut! Zumindest dieses eine Rätsel hatte ich schon entschlüsselt - und nun war es an der Zeit herauszufinden, wie kurobuta schmeckt.

Ichiniian hat ein umfangreiches Menü, und obwohl sich das Restaurant eher in einer etwas höheren Preiskategorie befindet, sind die Mittagsmenüs mit 850-1.000¥ ziemlich günstig. Die meisten Gerichte kommen mit kurobuta als shabu-shabu: hauchdünn geschnittene Scheiben, die man in kochender Brühe gart. Jeder Tisch hat dementsprechend eine integrierte Herdplatte, und wer für das Abendmenü zu Ichiniisan geht, bereitet sein eigenes Essen am Tisch selbst zu.

Das Mittagsmenü kommt jedoch mit bereits fertig zubereitetem Schweinefleisch. Als Beilage gibt es Gemüse und eine Suppe, die ebenfalls mit kurobuta zubereitet ist. Für Vegetarier oder alle, die kein Schweinefleisch essen können, gibt es alternativ Tofu. In diesem Fall am besten das Personal darauf hinweisen, dass man auf die Suppe verzichten möchte.

Ich habe sowohl kurobuta als auch den Tofu probiert, und beides war köstlich. Das "schwarze Schwein" ist zart und saftig im Geschmack, und ich kann mir vorstellen, dass es zu einem besonderen Genuss wird, wenn man abends sein Essen selbst zubereitet, während man mit Freunden plaudernd ein paar nette Stunden bei Ichiniisan verbringt.

Auf der Speisekarte findet sich auch eine große Auswahl an Sake. Da ich zum Mittagessen hier war, habe ich keinen Sake probiert, aber die vielen Flaschen in den Regalen tragen zu einer interessanten Atmosphäre bei, die zusätzlich durch die vielen hölzernen Elemente und japanischen Designs ergänzt wird. Von den Sitzplätzen an den Fenstern aus hat man einen guten Blick auf die Einkaufsstraße, da sich das Restaurant im zweiten Obergeschoss befindet. An der Kasse gibt es auch kurobuta-Miso-Paste zu kaufen: das ideale Souvenir zur Erinnerung an die regionale Spezialität Kagoshimas - oder als Mitbringsel für die Freunde zu Hause!

Maren Pauli

Maren Pauli @maren.pauli

Born and raised in Berlin, Germany, I realized that my hometown is a village when I first came to Tokyo over 20 years ago. I love to experience the world and show people what I discover, so I never travel without my camera. One of my favorite hobbies is getting lost, as I have no sense of directi...